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Bewerbungsmappe oder E-Mail-Bewerbung?

Bewerbungsmappe vs. E-Mail-Bewerbung: Wir machen den Vergleich

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance – vor allem nicht bei der Jobsuche. Deshalb ist es wichtig, dass Bewerbungen nicht nur fachlich, sondern auch optisch einen guten Eindruck beim Personaler hinterlassen. Bis vor ein paar Jahren ging man noch davon aus, dass die Präsentationsmappe die Visitenkarte für Jobsuchende ist. Doch dank des Internets wird die klassische Bewerbung zunehmend von der Digitalen verdrängt. Was die Unterschiede der beiden Varianten sind, gibt es hier nachzulesen.Print oder online Bewerbung?

Print oder lieber Online? Viele Unternehmen akzeptieren beides. Dabei kommt es nach wie vor auf das Anschreiben und den Lebenslauf an.

Trend geht zu Bewerbungen über den elektronischen Weg

Das Leben ist heutzutage schnelllebiger geworden: Binnen weniger Minuten lassen sich Informationen über das Internet abrufen, Nachrichten verschicken oder Bestellungen aufgeben. Das gilt für Alltag sowie Berufsleben. Immer mehr Unternehmen bevorzugen elektronische Bewerbungen und weisen Jobsuchende in ihren Stellenausschreibungen darauf hin. Dazu zählen

  • IT-Unternehmen
  • Banken
  • Tageszeitungen
  • Fernsehsender
  • Werbeagenturen
  • Marketing-Firmen
  • Kulturbetriebe wie Theater

Bevor sich Bewerbern ans Schreiben machen, sollten sie sich vorher ein paar Gedanken machen.In vielen Fällen sind Bewerbungsmappen bei Personalern aber noch gern gesehen, da sie einen souveränen, persönlichen und professionellen Eindruck hinterlassen. Zudem wirkt der Bewerber dadurch auf den Verantwortlichen greifbar. Allerdings bedeuten sie mehr Aufwand. Da Zeit bekanntlich Geld kostet, ist es nicht verwunderlich, dass Unternehmen sich für die schnellere und deutlich unkompliziertere Art der Online-Bewerbung entscheiden. Die Vorteile liegen dabei für viele auf der Hand: sie erreicht ihren Empfänger binnen weniger Sekunden, verursacht für den Personaler weniger Papier-Chaos und lässt sich besser sichten. Zudem entfällt die Rücksendung der Unterlagen, die zusätzlich Zeit und Portokosten in Anspruch nimmt. 

Auch der Bewerber profitiert hiervon, da er Geld für Materialien und Porto spart. Eine Win-win-Situation für beide – oder vielleicht doch nicht? Das Online-Magazin einstieg.com schreibt, dass sich „Bewerber in ihren E-Mails und vor allem in Bewerbungsformularen weniger Mühe als bei der klassischen Mappe“ geben. Ein Fehler. Denn wer schludrig in seiner Online-Bewerbung daher kommt, vergebe seine Chancen, in die engere Auswahl zu kommen. Die Unterlagen werden zwar nicht ausgedruckt, aber trotzdem gelten hier die gleichen Regeln wie für das Print-Pendant.  

Sorgfalt walten lassen

Das heisst konkret, dass das Anschreiben den Personaler auf Anhieb überzeugen muss. „Ein Anschreiben gibt einem Bewerber die Gelegenheit, direkt zu einem Recruiter zu sprechen“, erklärt Headhunter Cathal Geraghty gegenüber dem Portal efinancialcareers. Seiner Ansicht nach sollten Jobsuchende darin erklären, warum sie der ideale Kandidat sind und wieso sie sich für das Unternehmen entschieden haben. Dazu ist es erforderlich, sich mit dem Firmenprofil sowie den Anforderungen der ausgeschriebenen Stelle auseinanderzusetzen. Auch der Lebenslauf muss zum Anforderungsprofil passen und darf keine „weissen Flecken“ oder „Sprünge“ aufweisen. 

Aus diesem Grund ist es sinnvoll, mit grosser Sorgfalt vorzugehen und sich mindestens genauso viel Zeit zu lassen wie bei einer Bewerbungsmappe. Denn eine Bewerbung ist nach wie vor ein offizielles Schreiben, weshalb Form-, Rechtschreib- und Tippfehler tabu sind. 

Der Klassiker – Das gibt es zu beachten

Bei einer klassischen Bewerbung ist der Gang in einen Schreibwarenladen unumgänglich. Dafür benötigt es Papier, Präsentationsmappe und Druckerpatronen. Doch welches Papier eignet sich für den Druck am besten? Worauf gilt es bei farbigen Ausdrucken zu achten? Und ist eine mehrseitige Mappe besser als eine zweiseitige?

  1. Das Papier: Grundsätzlich ist 100g/m² dickes rein- oder cremeweisses Papier für Bewerbungen empfehlenswert, da es sich hochwertiger anfühlt. Zudem vermittelt es den Eindruck, dass einem die Stelle wichtig ist und man bereit war, genügend Geld zu investieren. Wer es besonders edel mag, kann sich im Schreibwarenladen auch für Geschäftspapier mit Wasserzeichen entscheiden.
    Achtung! Es ist ratsam, bereits im Vorfeld zu überprüfen, ob der der eigene Drucker in der Lage ist, die Papierdicke sauber zu verarbeiten. Ist dies nicht der Fall, führt das zu unschönen Farbverläufen oder Streifen.
  2. Der Farbmodus: Wer seine Bewerbung in Farbe ausdrucken möchte, sollte darauf achten, dass seine Druckdaten im Farbmodus CMYK (Cyan, Magenta, Yellow, Key) angelegt sind. Dieser bildet die „technische Grundlage für den modernen Vierfarbdruck“, erklärt dieser Ratgeber. Da Computermonitore nur in der Lage seien Farben im RGB-Modus (Rot, Grün, Blau) anzuzeigen, ist es möglich, dass Farben, die vorher kräftig auf dem Monitor zu sehen gewesen sind, nach dem Druck stark abweichen. 
  3. Die Mappe: Nichts nervt einen Personaler mehr als eine mehrseitige Mappe. Denn sie nimmt aufgeklappt einfach zu viel Platz auf dem Schreibtisch ein. Es empfiehlt sich daher, eine leicht handhabbare sowie stabile Klemmmappe zu wählen. Bei der Farbe raten Karriereberater zu schwarz, grau, blau, dunkelgrün, rot oder beige. Allerdings gibt es hierfür keine bestimmte Farbcodes. Dunkle Farben wirken schlicht, während auf helleren Mappen Flecken leichter zu erkennen sind.

Die E-Mail-Bewerbung – Dem Traumberuf mit nur einem Mausklick näher

Eine E-Mail ist schnell verschickt. Trotzdem gibt es vor dem Versenden der Bewerbung mindestens genauso viele Dinge zu beachten wie bei dem klassischen Pendant. Diese sind allerdings eher technischer Natur.

1. Eine seriöse E-Mail-Adresse nutzen

E-Mail-Adressen wie "suesse_cherry06@ supertoll.de" oder "deathmaster@ destroyeroftheworld.org" hinterlassen beim Empfänger eventuell einen bitteren Nachgeschmack. Erstens wirken die E-Mail-Adressen nicht seriös und landen deshalb aller Wahrscheinlichkeit nach im Spam-Ordner, oder der Personaler klickt direkt auf den Löschen-Button. Hier gilt die Devise: professionell sein. Daher sollten Jobsuchende auch davon absehen, ihre Bewerbung über ihren aktuellen Arbeitgeber zu verschicken. Der Recruiter könnte ansonsten annehmen, dass während der Arbeitszeit private Dinge an oberster Stelle stehen.

2. Betreff exakt nennen

Wer lediglich „Bewerbung“ in die Betreffzeile schreibt, katapultiert sich direkt ins Aus. Je konkreter die Angabe, desto besser. Falls keine Kennziffer im Stellenangebot angegeben ist, ist es ratsam „Bewerbung als Volontär“ oder „Bewerbung als Mitarbeiter im Bereich Corporate Design“ anzugeben. Der Verantwortliche kann die E-Mail mit dieser Information direkt zuordnen und im Postfach so ohne Probleme wiederfinden.

3. Nicht zu viele Anhänge einzeln verschicken

Motivationsschreiben, Lebenslauf, Kopien der Zeugnisse und Arbeitsproben – in einer Bewerbungsmappe liegen die Unterlagen sorgfältig aufeinander gereiht. Bei einer E-Mail-Bewerbung geht das nicht! Für einen Personaler ist es ein absoluter Graus, sich durch 30 einzelne Seiten zu klicken. Darüber hinaus sprengen die Dokumente mit ziemlicher Sicherheit die vorgegebene Datengröße von 5MB.

Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, alles zusammenzufügen und in eine PDF-Datei umzuwandeln und der Datei einen entsprechenden Namen zu geben (Lebenslauf Max Mustermann mit Zeugnissen). Dabei sollten Jobsuchende nach Angaben des Blogs Humaniax darauf achten, dass sie das Motivationsschreiben als „eigene Seite zu den Anlagen“ hinzufügen.

4. Überprüfen, ob die Dokumente lesbar sind

Bevor die E-Mail mit einem „swooosh“ verschwindet, ist es sinnvoll nachzuschauen, ob die eingescannten Dokumente auch lesbar sind. Nichts ist ärgerlicher für einen Recruiter als eine unscharfe Anlage.

Per Post oder E-Mail? – Ein Fazit

Egal, ob per E-Mail oder Post – letztendlich kommt es auf den Inhalt der Bewerbung an. Deshalb sollte sie nie übereilt weggeschickt werden, was bei einer E-Mail-Bewerbung jedoch schnell der Fall sein kann. Anschreiben, Lebenslauf und Gestaltung müssen stimmen und frei von unnötigen Fehlern sein. Für Jobsuchende empfiehlt es sich genügend Zeit für ihre Bewerbung einzukalkulieren und ihr Anschreiben, ihren Lebenslauf sowie ihre Anlagen sorgfältig zu überprüfen. Das Gleiche gilt für die klassische Bewerbung. Zwar entschliessen sich immer mehr Firmen dazu, Bewerbungen aus zeitlichen sowie logistischen Gründen per E-Mail anzunehmen, aber das bedeutet noch lange nicht, dass die Bewerbungsmappe aus der Mode kommt. Sie ist in vielen Branchen nach wie vor die Visitenkarte Nummer Eins und zeigt einem Personaler, wie viel Mühe sich der Bewerber gemacht hat.

Bildquellen:
Bild 1: © Björn Wylezichwww.fotolia.com (#75034007)
Bild 2: © Trueffelpixwww.fotolia.com (#59482004)