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Selbstdarstellung im Bewerbungsprozess

Selbstdarstellung im Bewerbungsprozess

Der Bewerbungsprozess – die erste Hürde zum Traumberuf

 

Für viele Jobsuchende stellt der Bewerbungsprozess eine vermeintlich grosse Hürde zum Traumberuf dar. Mit der richtigen Vorgehensweise steigen die Chancen, den 


gewünschten Job tatsächlich ausüben zu können, jedoch erheblich. Besonders in der heutigen Zeit sind die Bewerber, zumindest im Hinblick auf die vielen Start-Up-Unternehmen, nicht mehr an die strengen 
Konventionen des Bewerbungsprozesses gebunden. Gefragt sind hingegen Kreativität und Selbstdarstellung, anstelle der Einhaltung veralteter Richtlinien. Nichtsdestotrotz sind auch bei modernen Bewerbungen einige Kriterien zu erfüllen. Aus diesem Grund werden im Folgenden die wichtigsten Aspekte im modernen Bewerbungsprozess, besonders im Hinblick auf die Präsentation der eigenen Persönlichkeit vorgestellt. Diese beginnen bei einer passenden Eigenvermarktung und enden im Assessment-Center, wo der Bewerber die Personaler von seiner Person, seinen Charaktereigenschaften sowie seinen Fähigkeiten überzeugen kann. 

Das Zeitalter der Inszenierung und medialen Selbstdarstellung

 „Broadcast yourself“, dazu fordert das grösste Videoportal der Welt seine Besucher auf. Dies gilt nicht nur im privaten, sondern auch im geschäftlichen Bereich. Noch nie war Selbstdarstellung so präsent, wie seit einigen Jahren. User laden Videos hoch, in welchen sie sich mit der aktuellen Tagespolitik auseinandersetzen. 

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Dieser Artikel thematisiert das sogenannte Vlogging, in welchem die Menschen ihre Gedanken und Erlebnisse über das Internet in Form von Videos mit anderen Usern teilen. Ein Vorreiter in der Schweiz ist dabei der Vlogger Robin Rehmann, der bereits seit einigen Jahren seine Eindrücke mit den Followern teilt. Früher waren es die Rundfunk- und Fernsehkanäle, die die Themen der Sendungen bestimmt haben. Heute ist es jedoch der User, der sich mit einem Thema auseinandersetzt und dieses mit anderen Zuschauern teilt. Webvideos bieten daher vollkommen neue Möglichkeiten, sich selbst zu zeigen, darzustellen und in das richtige Licht zu rücken. Allerdings darf nicht der Eindruck aufkommen, die Internetportale seien Bühnen, auf denen sich lediglich die Narzisten präsentieren können. Dieser Eindruck täuscht. Vielmehr geht es darum, gesellschaftlich und politisch relevante Themen darzustellen, zu erläutern, eine eigene Position zu beziehen und diese zu vertreten.

Pixabay © geralt(CC0 Public Domain 1.0)


Werkzeuge zur Selbstdarstellung im Bewerbungsprozess

Das Selbstmarketing

Ohne das richtige Selbstmarketing ist eine beruflich erfolgreiche Karriere nur schwer möglich. Entsprechend ist das Selbstmarketing die Kunst, die eigenen Fähigkeiten so darzustellen, dass es andere Personen davon überzeugt. Dies trifft etwa bei einem Bewerbungsgespräch oder in einem Motivationsschreiben zu. Dabei können Kandidaten unterscheiden zwischen der Darstellung eigener mittelfristiger Qualitäten, folglich jene Qualifikationen, welche im Verlauf der Karriere durch Fort- und Weiterbildungen angestrebt werden, sowie zwischen den kurzfristigen Eigenschaften, über die der Bewerber bereits verfügt. Selbstmarketing verhilft schliesslich dazu, die Anforderungen und Leistungen an die eigene Person zu erfüllen, im besten Fall sogar zu übertreffen. Zu einem langfristigen Selbstmarketing gehört darüber hinaus das richtige Netzwerken, welches von Handelszeitung.chnäher erläutert wird. Es ist also nicht nur im Bewerbungsprozess relevant, sondern auch als Jungunternehmer muss diese Eigenschaft vorhanden sein, um seine Firma langfristig auf dem Markt zu etablieren. Der Markteintritt erfolgt durch das „netzwerken“. Nützliche Kontakte sind von der eigenen Person, der Idee, dem Unternehmen zu überzeugen. Selbstmarketing hilft, diesen Prozess zu beschleunigen. Entscheidend ist es, die richtigen Verbindungen zu knüpfen, sich selbst über die Konkurrenz zu stellen und die eigenen positiven Charakteristika in den Vordergrund zu rücken.

„In den wenigen Minuten, in denen sie die Chance haben, mit einer Person zu netzwerken, müssen sie nur eines erreichen: Vertrauen. In den Minuten des Networkings muss eine gute Energie entstehen, sodass das Gegenüber sie wieder treffen will.“

Die AIDA-Werbeformel

Selbstdarstellung-Bewerbungsprozess-Grafik1Der Formel entsprechend wird der Fokus zunächst auf die Aufmerksamkeit gerichtet. Derjenige, der die erste Auswahl bei der Bewerbung trifft, muss von den Qualitäten überzeugt werden. Es gilt, ein erstes Interesse zu wecken, sodass der Personaler den Eindruck hat, dass der Bewerber in das Unternehmen passt. So entsteht schliesslich ein Verlangen nach dem Kandidaten, was dazu führt, dass der Personaler die Initiative ergreift und den Bewerber in die engere Auswahl im Einstellungsprozess nimmt. Bei Einhaltung aller vier Kriterien steigt die Wahrscheinlichkeit, ein weiteres Mal eingeladen zu werden, erheblich.

Personal Branding

Dieser Begriff bezeichnet einen Prozess der Selbstdarstellung, welcher entscheidend in den USA geprägt wurde.Selbstdarstellung-Bewerbungsprozess-Grafik2 Der Mensch soll selbst als Marke angesehen werden. Obgleich erste Publikationen zu diesem Thema bereits vor über zehn Jahren veröffentlicht wurden, gibt es bis heute keine einheitliche Definition von diesem Begriff. Im Grunde geht es jedoch darum, das eigene Image zu verbessern. Dies ist im Bewerbungsprozess, aber auch für Geschäftsführer von grosser Bedeutung, denn Kunden oder auch Personaler entscheiden auch nach Sympathie.

Selbstdarstellung-Bewerbungsprozess-Grafik3Eine positive Aussenwirkung und ein Image, das am besten öffentlichkeitswirksam betrieben wird, helfen dabei, die jeweilige Zielgruppe von sich zu überzeugen. In diesem Blog wird beschrieben, welchen Stellenwert das Personal Branding im Hinblick auf die sozialen Netzwerke hat. Gerade der Bewerbungsprozess kanndurch ein aussagekräftiges Profil auf den einschlägigen sozialen Netzwerken massgeblich positiv beeinflusst werden. 


Die Verantwortlichen ziehen häufig die Informationen zu Rate, die dort veröffentlicht werden. 
Je professioneller und aussagekräftiger die Daten also sind, desto besser ist der Eindruck. Entsprechend kann auch durch die sozialen Netzwerke das Personal Branding vorangetrieben werden. Eine seriöse Selbstdarstellung auf den sozialen Netzwerken steigert die Chance, von den Personalern wahrgenommen und ausgewählt zu werden. Blogs und Twitter erhöhen die Wahrscheinlichkeit ebenfalls. Schliesslich sind es jedoch die Inhalte, die darüber entscheiden, ob der Bewerber in das Suchraster des Personalers passt. Allerdings wirkt sich dies auch auf das spätere Berufsleben aus, nicht lediglich auf den Bewerbungsprozess. Aus diesem Grund nimmt das Personal Branding Einfluss auf folgende Bereiche der Karriere:

  1. Bewerbungen
  2. Beförderungen
  3. Jobverluste
  4. Auftragsvergabe

Die Bewerbung – neuartig oder traditionell?

Die traditionelle Bewerbungsmappe

Obwohl die modernen Bewerbungsformen immer beliebter werden, gibt es dennoch weiterhin die traditionellen Bewerbungsmappen. Besonders in der Finanzbranche wird weiterhin grosser Wert auf die traditionellen Bewerbungsformen gelegt. Dabei liegt der Fokus auf dem Motivationsschreiben, einem Selbstdarstellung-Bewerbungsprozess-Grafik5tabellarischen Lebenslauf sowie einem aussagekräftigen Anschreiben, das den Personaler von den eigenen Qualitäten überzeugen soll. Ganz im Sinne des Selbstmarketings gilt es, sich selbst richtig zu präsentieren. Denn die Verantwortlichen der grossen Unternehmen bekommen täglich dutzende Bewerbungen. Es gilt, aus der Masse hervorzustechen. Der eigentliche Inhalt der Bewerbung steht folglich erst im zweiten Auswahlschritt zur Debatte. Vorher muss das Bewerbungsschreiben überzeugen. Ausschlaggebend ist die Einleitung, diese sollte den Personaler dazu verleiten, das Schreiben auch tatsächlich zu lesen.

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cdn.theladders.net

Die richtige Auswahl Floskeln, die in jeder anderen Bewerbung verwendet werden, langweilen folglich die Verantwortlichen und bleiben nicht nachhaltig im Gedächtnis. Der Lebenslauf ist ein weiteres entscheidendes Kriterium, das die Personaler überzeugen muss. Berufserfahrung kann hier prägnant und rational auf den Punkt gebracht werden. Aber nicht alle Praktika, die ein Absolvent vorweisen kann, helfen, die Verantwortlichen von sich zu überzeugen. Es gilt, drei Aspekte zu berücksichtigen, die von Bedeutung sind:

  1. Die richtige Auswahl
  2. Die richtige Platzierung
  3. Die richtige Wortwahl

Neuartige Bewerbungsformen

Die Internetbewerbung

Nur weil die Bewerbung über das Internet verläuft, heisst das nicht, dass nicht die herkömmliche Etikette angebracht ist. Sicherlich, bei modernen Start-Up-Unternehmen können auch unkonventionellere Bewerbungsformen nützlich sein, bei den meisten Unternehmen zählen jedoch auch bei der Onlinebewerbung die normalen Umgangsformen. Schiefe Formulierungen, Rechtschreibfehler und eine unansehnliche Form schrecken Personaler grundsätzlich ab. Darüber hinaus sollte auch bei dieser Bewerbungsform nur dezent mit grafischen Eigenschaften umgegangen werden. Sicherlich, eine Bewerbung via Powerpoint kann erfolgreich sein, ein tabellarischer Lebenslauf, der durch übertriebene Effekte geprägt ist, zeugt jedoch eher von einem infantilen Bewerber als von einer realistischen Verstärkung des Teams.

Die perfekte Selbstdarstellung – der Videolebenslauf

 

Der Lebenslauf als Video bietet sich bei modernen Startup-Unternehmen an und zeigt einerseits den Einsatz des Bewerbers und andererseits vermittelt der Clip bereits ein treffendes Bild über den potentiellen Arbeitskollegen. Auf diese Weise ist es möglich, die eigenen Vorteile und Charakterstärken deutlich hervorzuheben. Darüber hinaus bleibt der Bewerber im Gedächtnis des Personalers, eine Eigenschaft, die durch eine herkömmliche Bewerbung nur sehr schwer zu erzielen ist. Dabei gilt es jedoch, auf ein paar Aspekte zu achten. Unter anderem muss der Hintergrund sauber und aufgeräumt sein. Jegliche Gegenstände, die von dem Bewerber ablenken, negativ auffallen oder sogar Hintergrundgeräusche erzeugen, dürfen nicht sicht- oder hörbar sein. Des Weiteren ist auf ein gepflegtes Erscheinungsbild Wert zu legen. Der Bewerber sollte sich genauso kleiden, wie auf einem herkömmlichen Bewerbungsfoto. Ausserdem spielt die Länge des Clips eine Rolle, dieser sollte nicht zu lang sein. Die Kunst ist es, binnen weniger Minuten den Gegenüber davon zu überzeugen, sich persönlich mit dem Bewerber unterhalten zu wollen. Alle Angaben, die über eine kurze Vorstellung der eigenen Person hinausgehen, müssen in dem beiliegenden Bewerbungs- und Motivationsschreiben angehängt werden. Lediglich die Informationen über Studium und Ausbildung sowie die Berufserfahrung sind für den Videolebenslauf von Belang. Alles Weitere langweilt die Personaler. Ziel ist es also, innerhalb weniger Minuten, die eigene berufliche Karriere möglichst sympathisch und informativ darzustellen. Darüber hinaus ist es sinnvoll, für die Herstellung des Lebenslaufs professionelle Hilfe zu engagieren. Andernfalls erscheinen viele dieser Videoclips unprofessionell, unstrukturiert und halbherzig. Je fachmännischer der Spot jedoch gedreht ist, desto positiver ist auch der Eindruck des Personalers. Zudem unterstützen die Profis den Bewerber nicht nur in der äusserlichen Qualität des Videos. Auch im Hinblick auf den Inhalt können diese beraten. Sie wissen, welche Aspekte wichtig sind und welche eher als irrelevant anzusehen sind. Ausserdem verfügen sie über das passende Equipment, um zu drehen, zu schneiden und zu vertonen. Auch bei einem Videolebenslauf gilt folglich: Je professioneller und sympathischer der erste Eindruck, desto grösser die Chancen, tatsächlich genommen zu werden.

Das Vorstellungsgespräch – Die Plattform der Selbstdarstellung

Nonverbale Kommunikation

In einem Vorstellungsgespräch gibt es unterschiedliche Formen der Kommunikation. So auch die nonverbale Kommunikation, die von Paul Watzlawick entscheidend geprägt wurde. Watzlawick behauptet, dass es nicht möglich sei, nicht zu kommunizieren. So bestimmt nicht nur der gesprochene Dialog eine Unterhaltung, sondern auch die Gestik und Mimik. Der Grundgedanke, der bei raabverlag.chnäher beschrieben ist, besagt „man kann nicht nicht kommunizieren“. Jedes Verhalten, ganz gleich ob verbal oder nonverbal, zieht eine Reaktion des Gegenübers nach sich. Diese Kernthese erläutert Watzlawick in Form von fünf Axiomen, die dabei helfen, ein Gespräch zu führen und zu analysieren. Im Hinblick auf das Vorstellungsgespräch ist diese nonverbale Kommunikation besonders wichtig, denn Personaler erkennen anhand der Gestik und Mimik bereits, ob ein Kandidat tatsächlich gewillt ist, für das Unternehmen engagiert zu arbeiten oder nicht.

Selbstbewusstsein durch Körpersprache

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Tagesanzeiger.ch erläutert, welche Aspekte die Personaler im Zusammenhang mit der Körpersprache und dem Selbstbewusstsein am meisten beachten. Demnach wird darauf geachtet, ob der Bewerber einen entspannten oder gestressten Eindruck erweckt. Der Gegenüber versucht darüber hinaus, den Kandidaten dazu zu bewegen, selbst über sich zu erzählen. Je selbstbewusster und lockerer der Kandidat dabei wirkt, desto besser. Allerdings darf dies nicht in unprofessionellem Auftreten gipfeln. Die Verantwortlichen versuchen daher, den Gegenüber einerseits aus der Reserve zu locken, ihn andererseits jedoch nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Durch den richtigen Einsatz der Körpersprache können Bewerber die Wahl des Personaler auch zu ihren Gunsten entscheiden. Eine weitere Eigenschaft, die den Verlauf eines Gesprächs beeinflussen kann, ist der Augenkontakt. Es ist wichtig, diesen Aufrecht zu halten, denn andernfalls vermittelt der Bewerber Unsicherheit. Der direkte Kontakt hingegen symbolisiert Interesse und Aufgewecktheit. Auch die Schultern sind wichtig. Hängende Schultern zeugen zunächst von mangelndem Selbstbewusstsein. Allerdings darf der Eindruck auch nicht zu angespannt wirken. Etwas Sport vor dem Gespräch hilft, die Körperspannung zu verbessern und die Nervosität zu nehmen. Auch die Hände spielen eine Rolle. Oftmals wissen Bewerber nicht, was sie damit machen sollen. Sie dürfen durchaus zur Kommunikation genutzt werden, allerdings gilt auch hier, Mass zu halten.

Professionalität durch Rhetorik

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Durch die richtige Ausdrucksweise ist ein Personaler zusätzlich zu überzeugen. Dabei vermittelt eine deutliche und klare Aussprache bereits Professionalität. Neben der Artikulation stehen noch weitere Eigenschaften im Vordergrund, die zu beachten sind:

Bereits diese kleinen Fehler können ein Vorstellungsgespräch in vollkommen falsche Bahnen führen. Darüber hinaus sollte das Gespräch durch eine sinnvolle Struktur gegliedert sein. Zusätzlich dürfen Begriffe nicht durcheinander gebracht werden. So ist eine These nicht gleich einem Argument. Diese Begrifflichkeiten werden häufig durcheinander gebracht. Ausserdem ist Dialekt oder Jugendsprache untersagt. Auch wenn es sich um ein modernes Start-Up-Unternehmen handelt, darf die Professionalität in einem Vorstellungsgespräch keinesfalls fehlen.

Styling und Outfit

Das äussere Erscheinungsbild zählt ebenso. Neben dem obligatorischen gepflegten Auftritt sollte auch der Charakter des Unternehmens im Outfit wiedergespiegelt werden. So empfehlen Experten, sich vor dem Gespräch selbst ein Bild von dem vorherrschenden Dresscode zu machen. Es schadet nicht, sich die Angestellten im Voraus anzusehen, um herauszufinden, ob Sakko und Krawatte Pflicht sind, oder, ganz im Sinne der Start-Up-Unternehmen, auch etwas legerere Kleidung passt. Neben der Kleidung muss auch das Bewerbungsfoto stimmen. Der Fotograf Alexander Vejnovic erläutert in folgendem Artikel, was ein aussagekräftiges Portrait ausmacht. Er geht besonders auf die Bilder von Frauen ein, denn häufig vermitteln diese Fotos einen zurückhaltenden Eindruck. Er hebt hervor, dass viele Bewerberinnen den Fehler machen, dass deren Fotos zu „niedlich“ erscheinen. Das andere Extrem ist das offensichtliche zur Schau stellen, denn das kann sich ebenfalls nachteilig auswirken. Das optimale Foto vermittelt stattdessen einen freundlichen, selbstbewussten und sympathischen Eindruck.

Das Assessment Center – Die Personaler von den Qualitäten überzeugen

Schaffen es Bewerber, ihren Gegenüber von sich zu überzeugen, so steht häufig die letzte Hürde, das Assessment-Center, bevor. Hier warten unterschiedliche Methoden, die erneut ungeeignete Bewerber aussortieren sollen.

Die unterschiedlichen Assessment-Methoden

Die Methoden, die bei diesen Auswahlverfahren angewandt werden, sind vielfältig. So sollen Interviews die Stärken und Schwächen und vor allem den Umgang mit Drucksituationen prüfen. Auch Gruppendiskussionen und Übungen finden oft Anwendung. Hier verdeutlichen sich die Charaktere. 

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Wer ist teamfähig, wer übernimmt Verantwortung und welche Bewerber verhalten sich eher zurückhaltend? Kleinere Präsentationen dienen dazu, die Fähigkeit, vor Publikum zu sprechen, zu testen. Ausserdem geben Intelligenz- und Leistungstests Aufschluss über die kognitiven Fähigkeiten der Kandidaten. Alles in allem dient das Assessment-Center also dazu, den Umgang mit allen möglichen Situationen eines Arbeitstages unter realen Bedingungen zu überprüfen.


Die letzte Hürde vor der Vertragsunterzeichnung ist das Assessment-Center. 
Pixabay © jarmoluk (CC0 Public Domain 1.0)

Mit eigenen Stärken punkten

Je positiver sich die Kandidaten hervorheben, desto grösser sind die Chancen, das Center mit einem Arbeitsvertrag zu verlassen. Dabei gilt es, die Schwächen zu kaschieren und die Stärken zu verdeutlichen. Sind Kandidaten beispielsweise weniger geschickt mit Textverarbeitungsprogrammen, haben aber das Talent, ohne Anzeichen von Nervosität vor einem Auditorium zu sprechen, so bietet es sich an, sich bei der Herstellung der Präsentation als wiss- und lernbegierig darzustellen, aber im Gegenzug einen souveränen Eindruck bei der Vorstellung zu vermitteln. Grundsätzlich ist es hilfreich, auch bei mangelnder Kenntnis, Interesse zu zeigen, damit die Personaler realisieren, dass diese fehlenden Fertigkeiten durch Schulungen und Weiterbildungen aufgeholt werden können. Generell vermittelt es einen positiven Eindruck, wenn ein deutliches Interesse an Fort- und Weiterbildungen besteht.

Hilfreiche Tricks – den Verantwortlichen im Gedächtnis bleiben

Forsches Auftreten statt falscher Bescheidenheit

Selbstbewusstsein imponiert, sofern es authentisch wirkt und nicht übertrieben ist. Die positiven Eigenschaften sind durchaus hervorzuheben. Ebenso müssen die Schwächen, sofern sie zur Sprache kommen, angenommen und evaluiert werden. Falsche Bescheidenheit bei der Aufzählung der Stärken und Schwächen vermittelt den verkehrten Eindruck. Selbstbewusst mit den Charakterzügen umzugehen, zeigt dem Gegenüber stattdessen, dass man sich der Schwächen durchaus bewusst ist und diese auch bereit ist, zu egalisieren.

Vorbereitung der Selbstpräsentation

„Erzählen Sie doch etwas über sich“

Je besser die Vorbereitung, desto einfacher fallen den Bewerbern auch die Selbstpräsentationen. Da diese Frage bei vielen Personalern einen hohen Stellenwert hat, bedarf es einiger Vorbereitung. 

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Immerhin muss binnen weniger Minuten nicht nur der eigene Lebenslauf, sondern auch die Erfahrungen, Stärken und Schwächen thematisiert werden. Grundsätzlich müssen die Eigenschaften, die genannt werden, auch zu den Daten des Lebenslaufs passen, denn andernfalls raubt dies die Glaubwürdigkeit der Bewerbung. Im besten Fall werden die Eigenschaften und Erfahrungen als Argumente für eine Einstellung wiedergegeben.


Die Selbstpräsentation gilt es ausführlich vorzubereiten. 
Pixabay © pascalmwiemers (CC0 Public Domain 1.0)

Sich von anderen Bewerbern abheben

Aus der Masse positiv hervorstechen ist das wichtigste im Bewerbungsprozess. Auf eine vakante Stelle bewirbt sich meist eine Vielzahl von Kandidaten. Der Personaler entscheidet aufgrund mehrerer Faktoren. Einer der wichtigsten ist das Gedächtnis. Erinnert sich der Angestellte an die Person, dann steigen die Chancen, dass er tatsächlich genommen wird. Aus diesem Grund müssen sich die Bewerber von der Konkurrenz abgrenzen und positiv auffallen.

Authentisch wirken

Ein aufgesetzter Charakter wirkt ebenfalls unglaubwürdig. Bewerber sollten sich demnach nicht verstellen. Authentisch die eigene Person in das bestmögliche Licht zu rücken, ist die Devise. Jemand anderes zu spielen, fällt spätestens bei der täglichen Arbeit in der Firma auf, denn dann kommen die Eigenschaften schliesslich zum Vorschein.

Fazit

Dieser Ratgeber hält Informationen über den Bewerbungsprozess bereit. Dies jedoch nicht in Hinsicht auf die Formalitäten oder die üblichen Anforderungen, sondern vielmehr in Bezug auf die Präsentation der eigenen Person. Die Selbstinszenierung und -darstellung ist ein entscheidender Aspekt im Bewerbungsprozess, der keinesfalls zu unterschätzen ist. Ohne ein sympathisches und überzeugendes Auftreten sind die besten Referenzen hinfällig, weswegen hier ausschliesslich diese Anforderungen und Charakterzüge im Vordergrund stehen. Dabei gilt es, die Dinge, die oben beschrieben wurden, zu berücksichtigen. Selbstmarketing und die richtige Präsentation der eigenen Person spielt eine grosse Rolle im Bewerbungsprozess, denn am Ende werden die Personen eingeladen, an die sich der Personaler in einem positiven Zusammenhang erinnert.